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Podcast der Woche: Der Kinder- und Lungenarzt, Prof. Kopp vom Uni-Klinikum Schleswig-Holstein fordert das generelle Rauchverbot in der Öffentlichkeit

Ein Kommentar von Jogi Friese

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Der Kinder- und Lungenarzt, Prof. Kopp vom Uni-Klinikum Schleswig-Holstein fordert das generelle Rauchverbot in der Öffentlichkeit, also alle Bereiche, die öffentlich zugänglich sind. 

Klar und selbstverständlich ist wohl schon mal, Kinderspielplätze müssen auf alle Fälle rauchfrei sein. Völlig unverständlich, dass das nicht schon längst geredelt wurde. Im Auto nicht rauchen, wenn da Kids drin sind, ist natürlich selbstverständlich und ja auch schon längst verboten, aber der Professer will noch mehr: Ein generelles Rauchverbot in Autos. Der eine oder andere wird jetzt sagen, hey, das ist doch jetzt Quatsch. Und ja. Der Mann provoziert. Ich bin auch der Meinung, man kann es übertreiben mit der Moralapostelei, der Gängelei und mit übertriebenen sinnlosen Regeln, Verboten und Verordnungen.
Die Lobby-Arbeit der Kippen-Industrie wird allerdings in dem Moment sichtbar, wenn in Zukunft zwar auf Spielplätzen nicht mehr geraucht werden soll, was ich sehr begrüße, aber Hinweisschilder von den Gemeinden nicht zwingend aufgestellt werden müssen. Äh.. Muss man das verstehen? Ok, kann man so verstehen: Immerhin verdient der Staat ja 14 Mrd. jährlich an diesem süchtig machenden Dreckszeug. Da will man es sich nicht mit den Kippenhändlern verscherzen. Zwar sterben jährlich etwa 140.000 Menschen allein in Deutschland an den Folgen des Qualmens, aber naja, diese armen Seelen können ja nun mal nicht mehr gefragt werden, ob das Rauchen richtig oder falsch ist.
Zugegeben, überall in der Öffentlichkeit, auf dem Balkon und im Wagen nicht mehr zu rauchen, das ist radikal, aber mal im Ernst: Was tut denn der Staat, wenn man sich nicht auf diese Weise wie Professor Kopp lautstark Gehör verschafft? Gar nichts. Es ginge mit der Raucherei, der präsenten Werbung und der Überallerhältlichkeit der Kippen immer munter weiter.
Ein Kinderarzt wie Prof. Kopp weiß, wovon er redet. Der ist kein Laie oder Quaksalber. Der ist Profi und ein Meinungsführer, wenn er sagt, Raucherkinder leiden unter der passiven Zwangsraucherei durch ihre ignoranten Eltern. Und genau deswegen bin ich auch genau bei ihm. Der Mann hat ganz einfach Recht. Kein Kind braucht Asthma oder Bronchitis, nur weil ein paar Deppen bei jeder Gelegenheit vollkommen egoistisch und nikotinsüchtig handeln. Und dann fordert er noch das Rauchverbot auf Balkonen. Richtig so. Ich möchte als Nichtraucher auch nicht über einem Raucher wohnen, der alle 30 Minuten auf den Balkon geht und dort 40 Kippen am Tag durchzieht.

Sorry, aber im Zweifel immer zugunsten Nichtrauchers.

Eines ist doch mal klar: Nicht die Nichtraucher belästigen die Raucher. Nein. Es ist genau umgekehrt: Die Raucher belästigen die Nichtraucher. Letztendlich ist es aber auch für den Raucher von Vorteil, denn der raucht bei Einschränkungen weniger und hat so eine bessere Chance, vielleicht ganz davon los zu kommen. Also ich find´s cool. Jeder Schritt in Richtung rauchlose Gesellschaft ist ein richtiger Schritt. Da helfen auch die 14. Mrd. nichts, die der Staat jährlich von den Rauchern kassiert, denn diese fragwürdigen, ja verwerflichen Einnahmen aus der Sucht der Menschen braucht kein Staat und kein Mensch.

 

 

Bericht zum Kommentar auf RTL.de: Hier entlang:

 

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